Der erste Tag im Olympic National Park!
Er liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Pazifik und der Juan-de-Fuca-Straße. Er besteht aus der Wildnis der alpinen Olympic Mountains, einem seltenen, nichttropischen Regenwald und einem schmalen Streifen Pazifikküste mit Sandstränden und Klippen.
Drei verschiedene Ökosysteme nah beieinander! Wie in Dortmund, wo die Schönheit der Stadt Gelsenkirchen und die raue Natur des Sauerlandes nah beieinander liegen. Und dann natürlich Dortmund. Die Tristesse am Westfalendamm…
Aber ich schwiff ab.
Als 1788 der britische Seefahrer John Meares den Fuß auf diese Halbinsel setzte, wurde er direkt von den hier anwesenden Ureinwohnern angepumpt. In ersten Gesprächen stellte er fest, dass die Ureinwohner mit 25 in Rente gehen, Steuern nur auf Fahrradreifen zahlen und dass es in ihrer Sprache 27 Wörter für Schnee, aber keines für Quittungen gibt. Ah, dachte er, wie in Griechenland! Und deshalb nannte er die Gebirgszüge vor sich Olympic Mountains. Und die werden wir heute begutachten.
Im Morgengrauen erwachte das Leben in unserem Zimmer, dank Jetlag um 04:45 Uhr. Nicole war die erste, die es aus dem Schlaf trieb.
Uns erwartete ein schöner Blick aus dem Zimmer…

… und dann das typische amerikanische Frühstück: Fettwurst und Pappbrot. Allerdings gab es auch Rührei und Müsli, so dass der Magen gefüllt werden konnte.
Anschließend fuhren wir in den…

Der erste Weg führte ins Visitor Center, um dort den Jahrespass für die US-Nationalparks zu kaufen. Für 80 $ kommt man damit mit einem Auto und soviel Leute, wie hineinpassen, in jeden Nationalpark. Da lohnt es sich, Oma und Opa noch in den Kofferraum zu quetschen!
In diesem Center haben wir uns eine Karte geholt, die zu den Sehenswürdigkeiten des Parks führen. Da das Weisse Haus und der US-Kongress nicht verzeichnet waren, habe ich einen der Wildhüter danach gefragt. Er hat mich nur komisch angeguckt und ist dann weggegangen. Kennt sich wohl hier in Washington nicht aus, der Gute! Auch hier ist gutes Personal schwer zu finden.
Unser Ziel war heute die Hurricane Range. schon der Weg dahin war unglaublich schön! Und Nicoles Tierfluch wurde offenbar aufgehoben, denn kaum waren wir im Park, kamen die ersten Tiere vor die Flinte! (Keine Angst, wir haben nur eine Kamera dabei!)


Ok, das waren ausgestopfte Tiere aus dem Visitorcenter,

…aber wir haben wirkliche Tiere gesehen. Und nicht nur Tiere, auch schöne Gegend!!












Die Hurricane-Ridge ist eine Hochebene auf 2000 Metern Höhe. Also hoch. Sehr hoch. So hoch, dass hier auch im Juni noch Schnee liegt!
Wir hatten uns schon gewundert, warum im Visitor-Center Schneeschuhe verliehen wurden. Jetzt wussten wir’s!



Ohne Ausrutscher, dafür aber mit nassen Socken, ging’s zurück zum Auto und zum Hotel. Auf dem Rückweg nahmen wir noch einen Blick auf den Lake Crescent…

… und machten Rast an einen State Park mit schöner Aussicht auf die Juan-de-Fuca Straße. Hier konnte Aaron schon mal einen Blick auf Vancouver Island werfen, dort wird er ab Ende August für sechs Monate wohnen.



Abends ging zum Essen in den American-Diner-Laden „Joshuas“, direkt neben dem Hotel. Da gab es was Gutes auf die Gabel:



Satt und zufrieden ging es ins Bett.
Morgen wechseln wir das Hotel, dann geht es zur Pazifikseite des Parks.
Wunderbar, Dein unterhaltsamer Schreibstil. Hurricane-Ridge, das muss man erleben. Erholt Euch gut!
O Navegador
Hallo, ihr drei Helden aus der gefährlichsten Stadt Deutschlands. Ich hoffe, ihr habt eine gute Zeit und genießt die Reise. Mal schauen, was ihr noch alles so erlebt. Wobei ihr natürlich den großen Vorteil habt, dass ihr als Gelsenkirchner überall sofort auffallt und euch in jeder Beziehung Tür und Tor offen stehen. Mannhaft halt Angst vor Euch. Liebe Grüße aus dem Weltdorf Vehlingen.