Der letzte Urlaubstag ist doch irgendwie kein Urlaub mehr. Die Gedanken kreisen bereits um den Rückflug, Koffer müssen noch gepackt werden, und die Endreinigung des Wohnmobils steht an. Eigentlich dürfte man den Tag nicht als Urlaubstag angerechnet bekommen!
Unser Plan war für heute, nochmal früh nach Seattle reinzufahren, einige Sehenswürdigkeiten anzugucken und am frühen Nachmittag zurückzukehren, um die unangenehmen, aber erforderlichen Sachen zu erledigen. Als der Wecker jedoch früh um sieben schellte, änderte der Blick zum Himmel alles: es war bewölkt! Die Wetterapp versprach zum Nachmittag blauen Himmel, also drehten wir den geplanten Tagesverlauf um: erst packen und putzen, dann nach Seattle. Und so ging’s erst um halb zwei in Richtung Emerald City.

Ziel Nummer eins war das Hard Rock Café, um für den ein oder anderen Fan dieses Etablissements Souvenirs zu besorgen.
Ziel Nummer zwei war die Space Needle, da in dem CityPass, den wir uns gestern besorgt hatten, zwei Besuche auf der Nadel enthalten waren. Außerdem wollten wir uns das Popmuseum direkt neben der Space Needle ansehen. Also sind wir vom Café zur Monorail gewandert und haben uns über die vielen Leute gewundert, die mit Pikachu-Mützen oder teilweise mit ganzen Pikachu-Kostümen durch die Straßen liefen und dabei auf ihrem Handy Pokemon spielten, bis sie gegen Wände liefen.

In der Bahn saßen diese Typen ebenfalls, und es lief japanische Pokemon-Musik. Als bei der Ankunft am Space-Needle und dem ehemaligen Weltausstellungsgelände die Besucher des Pokemon-GO Fest begrüßt wurden, schwante uns Schlimmes! Und so war es: das Gelände war voll mit Menschen (ich glaube, es waren Menschen, bei manchen war ich mir nicht sicher…), und an der Space Needle eine riesige Warteschlange! Wir sind dann in die Armory Food & Event Hall, eine Mehrzweckhalle mit Gastronomie, und haben was gegessen. Aaron einen Burger (was sonst), Nicole einen leckeren Burrito und ich unverschämt kleine, geschmacklose Chickenwings mit geschmacksneutraler Soße und Sellerie (sic!). Die Dinger waren so klein, ich hab mir aus Versehen in die Finger gebissen. Meine Frage, ob es Chihuahua-Hühnchen aus Liliput waren, haben sie in der Frittenschmiede leider nicht verstanden. Und in dieser Halle war wohl sowas wie die Zentrale der Pokemon-Zombie!!!



Das Pop-Museum hatte leider mittlerweile zu, also wurden nur noch ein paar Fotos mit Turm gemacht,


und dann gingen wir zu Teil drei unseres Plans über. Zum Abschluss haben wir den Kerry-Park aufgesucht. Das ist eigentlich nur eine Wiese in Kulisse schöner Häuser und ein paar Spielgeräten für Kinder,



aber er liegt auf einem Hügel und bietet daher einen traumhaften Blick über die Stadt mit dem Mount Rainier im Hintergrund. Er wurde uns als Geheimtipp von der Confroncieuse der Hafenrundfahrt genannt, aber offenbar hat sie den Tipp nur Deutschen und Indern gegeben: Sonst waren da keine anderen Sprachen zu hören. Außer chinesisch natürlich. Die omnipräsenten Ins-Bild-Springer sind ja mittlerweile fast überall.










Nach ein paar (ok, vielleicht waren’s auch ein paar mehr) Fotos haben wir dann die Bushaltestelle für unsere Transitverbindung zum Campingplatz gesucht, gefunden und sind wieder zurückgefahren.
Nun sind die Koffer gepackt, die letzten Reste an Chips werden verfuttert, und die letzte Dose Bier steht vor mir. Morgen früh ab 08:00 Uhr können (müssen) wir das Wohnmobil abgeben, was hoffentlich trotz des Unfalls problemlos verläuft, und dann werden wir zum Flughafen geshuttelt. Und schon ist der Urlaub, auf dem wir uns (dank Pandemie) fast drei Jahre gefreut haben, vorbei.
Aber noch ist es zu früh für ein Resümee, das gibt es, wenn wir wieder zu Hause sind!!!
Es war mal wieder ein VERGNÜGEN mit euch unterwegs zu sein. Manchmal musste ich mich fragen ( wahr oder unwahr) und immer mit einem Schmunzeln im Gesicht. Danke dafür Stephan . Wünsch euch eine gute Heimreise und freue mich schon auf eure nächste Tour (wenn ihr uns wieder dabei haben wollt)
Wir wünschen euch einen angenehmen Rückflug. Haltet die vielen wunderschönen Erlebnisse in euren Erinnerungen fest. Bestimmt werdet ihr noch lange darüber sprechen. Liebe Grüße Ingelore und Norbert
Schön, dass wir an Eurer Reise teilhaben durften.
Super Bilder, tolle Reisebeschreibungen.
Kommt gut heim.
Sabine und Jochen