Bye Bye Olympia

Der heutige Tag ist geprägt von der Vorfreude auf das Wohnmobil und der Trauer darüber, das wir diesen wunderbaren Flecken Erde verlassen müssen.

Die Sonne weckte uns gegen halb neun und schimmerte lieblich auf die verschmuddelten Sessel in unserer Cabin.

Zum Frühstück gab`s selbstgemachtes Rührei mit Bacon. Der Bacon-Bratvorgang führte dazu, dass Nicole ihre erste Sporteinheit einlegen musste, da es so sehr qualmte, dass der Rauchmelder kurz davor war, loszugehen. Sie stand also unter dem einzigen Equipment in der Cabin aus diesem Jahrhundert und wedelte wie eine Geisteskranke mit einem Handtuch. Es war eine große Packung Bacon, sie war also beschäftigt!

Der Rückweg verlief zunächst unspektakulär. Durch Wälder und Dörfer ging es in über Olympia (die Hauptstadt von Washington mit vielen guten griechischen Restaurants) nach Tacoma. Das ist eine Großstadt, die sich den Flughafen mit Seattle teilt (so wie Dortmund mit Holzwickede) und (leider) in einer Mall eine Filiale des kalifornischen Schneiders Hollister hat.

Da machten wir eine Zwischenstopp, um Aaron neu einzukleiden. Mein Beitrag bei diesem Ereignis reduzierte sich auf das Bezahlen …

Nachdem wir die Kreditkarte zum Glühen gebracht haben, führte uns das Navi zurück auf den Freeway. Und dann, nach einigen Kilometern, lugte er um die Ecke, der dicke Onkel der Kaskadenkette.

Ich meine natürlich den Mount Rainier…

Er ist etwa 90 Kilometer von Seattle entfernt, aber man hat das Gefühl, er liegt einen Steinwurf weit weg. 4392 Meter ist er hoch und so alt wie Dieter Bohlen, also etwa 500.00 – 1.000.000 Jahre alt.

Ach ja, er hat auch noch ein feuriges Temperament, er ist nämlich ein Vulkan. Aber ich will nicht zuviel verraten, schließlich besuchen wir ihn noch in drei Wochen!

Nach kurzer Zeit haben wir unser Hotel am Flughafen Seattle erreicht und das Auto bis auf den letzten Fitzel ausgeräumt. Aaron haben wir dann gefesselt in der Toilette des Hotels eingeschlossen, und Nicole und ich haben den Mietwagen weggebracht. Ein letztes Foto…

… und wir machten uns auf den Rückweg zum Hotel. Da es nur drei Kilometer waren, haben wir uns entschlossen, zu Fuß zu laufen. Wir saßen den ganzen Tag im Wagen, da schadet es nicht, sich etwas zu bewegen. Außerdem war unser Spaziergangs-Legastheniker nicht dabei, der beim Wandern nur rummeckert.

Im Land von General Motors ist das jedoch gar nicht so einfach! Aus dem Gebäude der Autoverleiher kamen wir noch, eine Fußgängerampel führte uns über eine Straße, allerdings endete dann der Gehweg. Die ersten Taxis hielten schon, und die Fahrer fuhren kopfschüttelnd wieder weg, als wir ankündigten, laufen zu wollen. Die Fahrzeugführer der Autos, die uns entgegenkamen, lächelten nur mitleidig. Wir waren auch weit und breit die einzigen zu Fuß.

Im Hotel angekommen, haben wir Aaron wieder losgebunden und sind einer Empfehlung unseres Reisebüroagenten gefolgt. Genau gegenüber unseres Hotels befindet sich ein Restaurant namens Sharps Roadhouse. Dort haben wir lecker Burger und Ribs gegessen und ein oder zwei Bier getrunken.

Jetzt wird nur noch etwas Eishockey geguckt, danach geht es ins Bett. Morgen müssen wir um 08:30 Uhr beim Wohnmobilverleiher sein. Also, ab in die Heia!!!

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. O Navegador and family

    Eure Beschreibungen und Erlebnisse machen Bock auf Urlaub. Also macht Ihr offenbar alles richtig. Insbesondere heute, am 7. JULI wünschen wir Euch einen sehr gelingenden glücklichen Tag!

    1. Stephan

      Ihr habt es ja auch bald geschafft! Und wir haben hier noch den 06.07.!

  2. Karin

    Es ist wieder herrlich eure Erlebnisse morgens zu lesen. Weiterhin viel Spaß und grüßt mir Amerika.

  3. Steffen

    Wir möchten gern eine Bestellung aufgeben für 3 Burger und 1 mal Ribs vom Roadhouse. Lieben Dank!

  4. Anonym

    Stephan, jeden Morgen genießen wir deine Berichte bei der ersten Tasse Kaffee:-)

    Norberts Empfehlung:
    bitte überprüft jede Ritze im Wohnmobil sehr gründlich, ob sich dort nicht ein Dino Ei versteckt. Er habe gelesen, dass das die neue Überlebensstrategie der Dinos sei. Bitte die Eier dort lassen, meint er. Sonst sähe das Ruhrgebiet bald anders aus.

    Wir wünschen euch einen erlebnisreichen Tag . Ingelore und Norbert

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